Blepharoptose

 

Blepharoptose

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Definition

Herabhängen des Augenoberlides als Resultat einer mangelhaften Entwicklung oder Lähmung des Musculus levator palpebrae.

QuelleHONselect

Bezeichnet das Herabhängen des Augenoberlides, das ein- oder beidseitig auftreten kann. Das Herabhängen des Oberlides kann zu einem eingeschränkten oberen Sichtfeld führen. Man spricht von einer leichten oder mässig ausgebildeten Ptosis, wenn das herabhängende Lid nur den Augenbereich über der Pupille bedeckt. Die Ptosis ist hingegen stark ausgebildet, wenn die ganze Pupille von dem herabhängenden Lid bedeckt wird. Wenn die Ptosis schon bei Geburt auftritt, spricht man von angeborener Ptosis.

Quellewww.clinicavalle.com

Ptosis ist eine Senkung des Augenoberlides in Relation zum Augapfel. Der obere Lidrand befindet sich normalerweise 3mm bis 4,5mm über dem Hornhautmittelpunkt. Wenn die Distanz zwischen oberem Lidrand und Hornhautmittelpunkt jedoch nur 2mm oder weniger beträgt, spricht man von einer Ptosis des Augenoberlides.

Quellewww.lidclinic.info

Symptome

  • Herabhängen eines oder beider Augenlider
  • Erhöhte Tränenproduktion
  • Bei starker Ptosis: Beeinträchtigung der Sicht

QuelleMedlinePlus

Ursachen

Ursache von Ptosis kann eine altersbedingte Erschlaffung der Lidhaut sein. Ptosis kann aber auch angeboren sein oder als Folge einer Verletzung oder einer Krankheit auftreten.

Zu den Risikofaktoren zählen der natürliche Alterungsprozess, Diabetes, Schlaganfall, Horner-Syndrom, Myasthenia gravis, Hirntumor oder andere Tumore, welche die Nerven- oder Muskelreaktionen beeinträchtigen können.

QuelleMedlinePlus

Komplikationen

Die häufigste Komplikation einer Ptosis ist eine Amblyopie (Sehschwäche). 

Es kann auch zu Refraktionsfehlern (v.a. zu Astigmatismus) sowie zu Strabismus kommen, wodurch das Risiko einer Amblyopie erhöht wird.

Quellewww.ctv.es

Diagnose

Körperliche Untersuchung zur Bestimmung der Ursache

Es können spezifische Tests durchgeführt werden, um mögliche Ursachen wie beispielsweise eine Myasthenia gravis auszuschliessen.

QuelleMedlinePlus

Behandlung

Wenn eine zugrunde liegende Erkrankung diagnostiziert wird, richtet sich die Behandlung auf die Therapie dieser Erkrankung aus. Meistens ist die Ursache von Ptosis jedoch eine altersbedingte Erschlaffung der Lidhaut, welcher keine andere Krankheit zugrunde liegt. 

In leichten Fällen von Ptosis kann auf Wunsch der Patientin oder des Patienten ein chirurgischer Eingriff durchgeführt werden, um die Augenlider ästhetisch zu korrigieren. In schwereren Fällen von Ptosis kann ein chirurgischer Eingriff erforderlich sein, damit die Sicht nicht mehr beeinträchtigt wird. Bei Kindern mit Ptosis kann eine Operation erforderlich sein, um eine Amblyopie zu korrigieren.

QuelleMedlinePlus

Die Behandlung besteht in der Regel in einem chirurgischen Eingriff. Ob eine Operation durchgeführt wird, hängt von folgenden Faktoren ab: Alter, ein- oder beidseitiges Auftreten der Ptosis, Grad der Ptosis, Auftreten eines Torticollis, Stärke des Levatormuskels des Augenlides und Auftreten eines Strabismus.

Quellewww.ctv.es

Bilder

Inkomplette Ptosis des rechten Auges

Congenitalptosis

Quelle : By Andrewya (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons  

Informationen für ÄrztInnen

Für die Operationsplanung ist die Einordnung der Ptosis entscheidend. 

Zwei Fragen sollten in jedem Fall vor der Operation beantwortet werden: 

1. Handelt es sich um eine einfache oder um eine komplizierte Ptosis? 

2. Ist die Ptosis angeboren oder erworben?

Bei der einfachen Ptosis besteht ein isolierter Defekt der Levatorstrukturen ohne weitere Pathologie. Für die Korrektur eignet sich die Levatorchirurgie. Bei der komplizierten Ptosis besteht zusätzlich ein Defekt der Lidschlußmechanismen, zum Beispiel eine eingeschränkte Funktion des Orbikularismuskels oder ein fehlendes Bellsches Phänomen. 

Komplizierte Ptosen treten im Rahmen von neuro- und myogenen Erkrankungen auf und erfordern eine darauf abgestimmte Therapie, zum Beispiel die Frontalissuspension. Die Levatorchirurgie ist hier oft kontraindiziert, da sie den Lidschluß noch weiter beeinträchtigt. 

Bei der kongenitalen Ptosis besteht ein Defekt des proximalen, muskulären Levatoranteils, der immer mit einer eingeschränkten Levatorfunktion und Lidlag (Zurückbleiben des Oberlides beim Blick nach unten) verbunden ist. Die chirurgische Behandlung der kongenitalen Ptosis richtet sich nach Erfahrungswerten, das heißt: Das Ausmaß der Vorlagerung wird entsprechend Ptosisgrad und Levatorfunktion geplant.

Bei erworbenen Ptosen findet sich meist ein Defekt der distalen Levatorstrukturen beziehungsweise der Aponeurose zwischen Whitnallligament und Tarsus. In diesem Bereich sind vielfältige Defekte möglich. Eine größere Sicherheit der Korrektur wird erreicht, wenn man sich intraoperativ auf die vielfältigen Defekte einstellt und eine fallspezifische operationstechnische Strategie anwendet. 

(Von Dr. med. Markus J. Pfeiffer)

Quellewww.lidclinic.info

 

 

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