Glaukom

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Definition

Eine Augenerkrankung, die in vielen verschiedenen Formen vorkommt und die sich hauptsächlich durch eine zeitweise oder andauernde Erhöhung des Augeninnendrucks manifestiert, was zu einer Schädigung der Augenstruktur und/oder der Augenfunktion führt. Als Folge des erhöhten Augeninnendrucks kommt es zu verschiedenen Symptomen, je nach der Form und dem Grad der Ausprägung des Glaukoms. Folgende Symptome können auftreten: Aushöhlung des Sehnervenkopfes, Verhärtung des Augapfels, verminderte corneale Sensibilität, Sehverschlechterung, Sehen von farbigen Ringen um Lichtquellen (v.a. nachts), gestörte Dunkeladaptation, Gesichtsfeldausfälle und Kopfschmerzen. (Dictionary of Visual Science, 4. Auflage; Übersetzung).

QuelleHONselect

Das Glaukom (das im Volksmund Grüner Star genannt wird) ist eine unbemerkt fortschreitende Augenerkrankung, die unentdeckt und unbehandelt zur Blindheit führen kann. Es gibt mehrere Formen des Glaukoms, denen eines gemeinsam ist: Es kommt zu einer nicht-umkehrbaren Zerstörung des Sehnervs. Bei der Mehrzahl der Fälle ist der Augendruck zwar erhöht, durchaus aber nicht bei allen Patienten. Besonders wichtig zu wissen ist, dass der betroffene Patient selbst anfangs nichts von der Krankheit merkt, es treten zunächst keine Sehstörungen auf, Schmerzen fehlen. Erst wenn der Sehnerv bereits hochgradig geschädigt und das Gesichtsfeld weitgehend zerstört ist, sinkt die zentrale Sehschärfe schnell ab.

Quellewww.dog.org

Glaukom

Organ

Sehnerv

Symptome

Offenwinkelglaukom:

  • Die meisten Personen weisen keine Symptome auf.
  • Wenn ein Sichtverlust eintritt, ist bereits eine schwere Schädigung vorhanden.
  • Langsamer Ausfall des seitlichen Gesichtsfelds oder des peripheren Sehens (auch Tunnelblick genannt).
  • Das Glaukom im fortgeschrittenen Stadium kann zu Erblindung führen.

Winkelblockglaukom:

  • Die Symptome können zu Beginn auftreten und verschwinden oder sich konstant verschlechtern.
  • Akutes Einsetzen von starken Schmerzen in einem Auge
  • Verschwommenes Sehen oder verringertes Sehvermögen, häufig als nebelartige Trübung bezeichnet
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Farbringe um Lichtquellen
  • Errötung der Augen
  • Gefühl eines entzündeten Auges

Kongenitales Glaukom

  • Die Symptome sind in der Regel schon nach einigen wenigen Lebensmonaten des Kindes feststellbar
  • Hornhauttrübung
  • Vergrösserung eines oder beider Augen
  • Errötung der Augen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Augentränen

QuelleMedlinePlus

Ursachen

Tritt ein Glaukom (grüner Star) auf, ist eine der Ursachen meist ein erhöhter Druck im Inneren des Auges. Der Grund: Der sogenannte Ziliarkörper im Innern des Auges produziert fortwährend Flüssigkeit, die den vorderen Teil des Augapfels ausfüllt das Kammerwasser. Ist der natürliche Abfluss des Kammerwassers gestört, erhöht sich der Druck.

Der erhöhte Augeninnendruck schädigt in erster Linie den empfindlichen Sehnerv. Das geschädigte Gewebe des Sehnervs ist nicht mehr in der Lage, alle Informationen an das Gehirn weiterzugeben. Die Betroffenen bekommen Sehstörungen, die das Gesichtsfeld einschränken (sog. Gesichtsfeldausfälle). Sie sind für das Glaukom typisch. Als Gesichtsfeld bezeichnet man den Bereich, den man sieht, wenn man weder die Augen noch den Kopf bewegt.

Ein Glaukom kann auch bei normalem Augeninnendruck entstehen, weshalb weitere Ursachen diskutiert werden. Beispielsweise ist es möglich, dass Durchblutungsstörungen am Sehnerven und der Netzhaut eine Rolle spielen. Infrage kommen auch Gefäßerkrankungen und Blutdruckstörungen.

Quellewww.onmeda.de

Formen

Beim sogenannten Weitwinkelglaukom findet sich ein weit offener Kammerwinkel (daher der Name) und trotzdem gelingt der Abfluß der Augenflüssigkeit nicht gut. Das sogenannte Trabekelmaschenwerk, quasi der Abflußfilter ist schlechter durchlässig. Es handelt sich um dei bei weitem häufigste Form des grünen Stars. Typisch ist der schmerzlose Verlauf über viele Jahre. Fällt der erhöhte Druck oder der Gesichtsfeldausfall nicht bei einer Routinekontrolle auf, können schon schwere Schäden aufgetreten sein, bevor der Patient etwas merkt.

Beim Engwinkelglaukom - einer deutlich selteneren Form - kommt es zu einem massiven Augeninnendruck anstieg, dem schmerzhaften Glaukomanfall, der den Patienten schnell zum Arzt treibt. Dies ist auch notwen- dig, da es innerhalb weniger Tage zur völligen Erblindung kommen kann. Grundursache ist hier in der Regel ein Konstruktionsfehler des Auges - d.h. bei diesen Patienten ist der Kammerwinkel (s.Aufbau des Auges) schmaler als normal - und wird zusätzlich durch bestimmte mechanische Belastungssituationen verengt. Es kommt dann zum kompletten Verschluß des sowieso schon engen Kammerwinkels und damit kann die ständig neu gebildete Flüssigkeit im Auge nicht mehr abfliessen und der Druck steigt.

Weiterhin gibt es seltenere Formen, wie den durch einen extrem fortgeschrittenen Grauen Star, chronische Cortisongabe, Entzündungen im Auge z.B. durch Allgemeinerkrankungen wie Rheuma oder Sarkoidose, Gefäßverschlüsse oder durch eine Augenverletzung hervorgerufenen Grünen Star (sogenannte Sekun- därglaukome ). Hier treten teilweise andere Anzeichen auf.

Eine weitere zwar seltene aber doch sehr bedeutsame Form ist der angeborene Grüne Star. Hier können sich wunderschöne große Augen bei den Kindern finden, welche durch den zu hohen Druck hervorgerufen werden. Leider zeigt dies schon einen schweren Schaden des Auges an.

Zunehmend wird auch die Bedeutung der Durchblutung des Sehnerven erkannt. Es gibt nämlich Grüner-Star- Patienten, die einen normalen Augeninnendruck haben (bis zu 30% !) und trotzdem zunehmend die typischen Schäden des Sehnerven wie bei einem Glaukom zeigen. Man spricht dann von einem Niedrigdruckglaukom oder Low-Tension- Glaukom. Dies zeigt auch, daß die alleinige Augendruckmessung noch keine ausreichende Aussage über das Vorliegen eines Grünen Stars macht. Neuere Forschungen lassen auch eine Autoimmunkrankheit als Ursache möglich erscheinen.

Quellewww.auge-online.de

Das Lebensalter steht unter den allgemeinen Risikofaktoren also an erster Stelle. Neben einem erhöhten Augeninnendruck ist das Glaukomrisiko also vermehrt bei:

  • Höherem Lebensalter
  • familiärer Glaukombelastung in der Verwandtschaft ersten Grades
  • höherer Kurzsichtigkeit ab minus 5 Dioptrien
  • schwarzer Hautfarbe

Quellewww.dog.org

Das Glaukom ist eine Volkskrankheit. In Deutschland haben etwa drei Millionen Menschen einen zu hohen Augeninnendruck (Risikofakor für Glaukom). Rund 800.000 Menschen sind an einem Glaukom erkrankt. Die Häufigkeit des Glaukoms steigt mit zunehmendem Lebensalter. Ein erhöhter Augeninnendruck mit oder ohne Glaukom tritt bei ca. 2,4 Prozent aller Personen ab dem 40. Lebensjahr auf. Jenseits des 75. Lebensjahres liegt die Häufigkeit bereits zwischen 7 und 8 Prozent.

Quellewww.dog.org

Komplikationen

  • In 20-30% verschliesst sich die kleine Fistelöffnung nach der Operation durch Vernarbung wieder, vor allem bei jüngeren Patienten. Nadelpunktionen oder allenfalls eine neue Operation können dann noch zur erwünschten Drucksenkung führen.
  • Bei weit fortgeschrittenem Glaukom kann nach der Operation unter bestimmten Bedingungen eine Verschlechterung der Sehschärfe eintreten.
  • Nach einer Glaukom-Operation besteht ein erhöhtes Risiko, einen Grauen Star (Katarakt) zu bekommen.
  • Sehr selten können zu niedriger Augendruck, Blutungen, Infektionen und andere Komplikationen zu einem Verlust der Sehkraft oder evtl. des Auges führen.

Copyright by Inselspital Bern

Quellewww.augenheilkunde.insel.ch

Behandlung

Der grüne Star kann in der Regel mit Augentropfen oder Tabletten, welche den Augeninnendruck senken, beherrscht werden. Die Medikamente müssen lebenslang regelmässig und richtig dosiert angewendet werden, um das Sehvermögen zu erhalten. 

Wenn Medikamenten keine ausreichende Augendrucksenkung und kein Anhalten der Sehnervenschädigung bewirken, stehen operative Massnahmen zur Verfügung. 

  • Bei einer 'Fisteloperation' (z.B. Trabekulektomie) schneidet man eine kleine Öffnung in die Augenwand unter dem Oberlid, wodurch das Augenwasser (Kammerwasser) unter die Bindehaut abgeleitet wird. Damit kann der Augendruck in den meisten Fällen ohne zusätzliche Medikamente normalisiert werden.
  • In besonderen Fällen wird zum Druckausgleich ein kleines Kunststoffröhrchen ins Auge implantiert.
  • Eine andere Möglichkeit besteht in einer Laserbehandlung zur Erleichterung des Kammerwasserabflusses im Auge.
  • Wenn die genannten Operationen nicht zur Drucksenkung ausreichen, kann mit einer Vereisung oder Lasertherapie spezieller Strukturen des Auges die Flüssigkeitsproduktion gebremst und dadurch der Druck gesenkt werden (z.B. Cyclocryo- oder Cyclophotokoagulation). Die Operationen verhindern mit grosser Wahrscheinlichkeit eine weitere Verschlechterung des Sehvermögens.

Copyright by Inselspital Bern

Quellewww.augenheilkunde.insel.ch

Bilder

  Fortgeschrittene Glaukomkrankheit, mit großer Aushöhlung des Sehnervenkopfes, zu erkennen an den bereits am Papillenrand „bajonettförmig“ abknickenden Blutgefäßen

Glaukompapille2

QuelleSnoop at the German language Wikipediaor CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

 

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