Hyperopie, Weitsichtigkeit

 

Weitsichtigkeit

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Definition

Weitsichtigkeit (Hyperopie, Hypermetropie) ist eine Fehlsichtigkeit, bei der ein scharfes Sehen im Nahbereich nicht mehr möglich ist. Grund dafür ist, dass der Augapfel im Verhältnis zu kurz ist und die Brechkraft der Hornhaut und der Linse zu gering. Mit einer Brille oder mit Kontaktlinsen kann eine Weitsichtigkeit ausgeglichen werden. Eine moderne Methode ist die Korrektur der Weitsichtigkeit durch bestimmte Augenoperationen (Refraktive Chirurgie).

In den meisten Fällen ist ein weitsichtiges (hyperopes) Auge zu kurz. Dieser Zustand wird als Achsenhyperopie bezeichnet. Bisweilen ist auch die Brechkraft der klaren Medien (Hornhaut, Augenlinse) zu gering, was dann Brechungshyperopie genannt wird. Beides sorgt dafür, dass Lichtstrahlen, die aus einem Punkt in der Nähe auf das Auge treffen, nicht stark genug gebrochen werden. Sie kommen auf der Netzhaut am Augenhintergrund noch nicht in einem Brennpunkt zusammen, sondern würden erst hinter der Netzhaut einen (virtuellen) Brennpunkt bilden. Es entsteht ein Bild, das unscharf ist. Je weiter der theoretische Brennpunkt hinter der Netzhaut liegt, desto geringer ist die Sehschärfe im Nahbereich.

Quellewww.portal-der-augenmedizin.de

Symptome

Ob bei einer Weitsichtigkeit (Hyperopie, Hypermetropie) deutliche Symptome einer verminderten Sehleistung auftreten, hängt nicht nur von der Stärke der Sehschwäche ab, sondern auch vom Alter der Betroffenen: In der Regel wirkt sich eine Weitsichtigkeit im Alter stärker aus als bei Kindern und jungen Menschen.

Eine geringe bis mittlere Weitsichtigkeit macht sich bei Kindern und jungen Menschen kaum durch Symptome einer Fehlsichtigkeit bemerkbar, da hier das Auge den Sehfehler meist durch ein verstärktes Anpassen der Brechkraft (Akkommodation) ausgleicht. Dies bezeichnet man als versteckte Weitsichtigkeit. Eine starke Hyperopie äußert sich besonders bei älteren Menschen dadurch, dass die Sehschärfe in der Nähe stärker eingeschränkt ist als in der Ferne.

Neben der verminderten Sehleistung kann eine Hyperopie mit weiteren verschiedenen Beschwerden verbunden sein. Der Grund: Weitsichtige müssen bereits in der Ferne akkommodieren. Diese ständige Akkommodation führt zu einer Überanstrengung, weshalb bei Weitsichtigkeit oft folgende typische Symptome auftreten:

  • Kopfschmerzen
  • Augenschmerzen
  • Augenbrennen
  • Bindehautentzündungen
  • verschwommenes Sehen
  • schnelle Ermüdung

Quellewww.onmeda.de

Normale Sehkraft und Hyperopie

 

Ursachen

Die Hyperopie tritt auf, weil in das Auge einfallende Lichtstrahlen erst hinter der Netzhaut vereinigen, statt dass sie direkt auf ihr zusammentreffen. Dies kann dadurch verursacht werden, dass die Augenkugel zu kurz ist oder dass die Brechkraft der Linse zu gering ist. Häufig tritt Hyperopie schon bei der Geburt auf, doch Kinder verfügen über eine äusserst flexible Linse, wodurch sie diese Beeinträchtigung leichter kompensieren können. Die meisten Kinder überwinden dieses Sehleiden mit der Zeit. Mit dem Alter kann es aber sein, dass eine Brille oder Kontaktlinsen getragen werden müssen, um die Sicht zu korrigieren. Wenn in der Familie bereits Fälle von Hyperopie vorkommen, ist die Wahrscheinlichkeit grösser, selber an Hyperopie zu leiden.

QuelleMedlinePlus

Komplikationen

Die Weitsichtigkeit (Hyperopie, Hypermetropie) zeigt selten einen fortschreitenden Verlauf, auch nicht altersbedingt. Durch eine Brille oder Kontaktlinsen ist sie leicht zu beheben. Allerdings macht sich eine Weitsichtigkeit im Alter in der Regel stärker bemerkbar, während Kinder und junge Menschen die Sehschwäche durch ständiges verstärktes Anpassen der Brechkraft (Akkommodation) meist ausgleichen können (sog. versteckte Weitsichtigkeit bzw. latente Hyperopie). Außerdem tritt bei Weitsichtigkeit die im Zuge des normalen Alterungsprozesses entstehende Alterssichtigkeit (Presbyopie) früher in Erscheinung als bei normalsichtigen oder kurzsichtigen Menschen.

Auch wenn Kinder ihre Weitsichtigkeit meist ausgleichen und so eine gute Sehschärfe erreichen können, gilt: Besonders bei kleinen Kindern ist es wichtig, eine Hyperopie rechtzeitig zu korrigieren, da es durch die erforderliche Anpassung der Brechkraft (Akkommodation) im weiteren Verlauf zum Einwärtsschielen kommen kann.

Quellewww.onmeda.de

Diagnose

Die Weitsichtigkeit kann oft schon durch die Schilderung der Beschwerden durch den Patienten in der so genannten Anamnese vom Augenarzt vermutet werden. Damit die Diagnose gesichert werden kann, erfolgen mehrere Untersuchungen. Anfangs wird in der Regel eine so genannte objektive Refraktionsbestimmung durchgeführt. Dazu wird die Brechkraft des Auges, die in Dioptrien (dpt) angegeben wird, an einem Messgerät bestimmt (z. B. am Topcon). Um eine latente Weitsichtigkeit zu entdecken, sollte die Verformung der Linse (Akkommodation) mit bestimmten Augentropfen verhindert werden. Dann wird ein Sehtest mit einer objektiven Refraktionsbestimmung vorgenommen, bei der der Patient unterschiedliche Korrekturgläser vor das Auge gesetzt bekommt und anhand von Zeichen (z. B. auf einer Sehprobentafel) angeben muss, wann die Sehschärfe am besten ist. Bisweilen wird auch eine andere Untersuchung (Skiaskopie) mit einem speziellen Instrument durchgeführt, z. B. wenn ein normaler Sehtest nur eingeschränkt oder nicht möglich ist. Dies kann z. B. bei kleineren Kindern der Fall sein. Des Weiteren wird vom Augenarzt auch der Augenhintergrund unter Vergrößerung betrachtet, weil an der Netzhaut und am Sehnerv oft typische Zeichen eines weitsichtigen Auges zu sehen sind.

Quellewww.portal-der-augenmedizin.de

Behandlung

Allgemeine Korrektur der Hyperopie

Gewöhnlich wird bei der Behandlung einer Hyperopie durch Brillen oder Kontaktlinsen eine optische Korrektur vorgenommen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Korrektur mittels refraktiver Chirurgie vorzunehmen. Zur optischen Korrektur der Hyperopie werden Konvexgläser (auch Plusgläser oder Sammellinsen genannt) verwendet. Diese gleichen die fehlende Brechkraft aus, sodass die einfallenden Lichtstrahlen auf einem Punkt auf der Netzhaut zusammenfallen und das Auge keine Anstrengungen unternehmen muss, um Gegenstände zu fokussieren. Es ist nicht immer notwendig, eine Hyperopie auszugleichen. Manchmal wird eine Hyperopie auch nur teilweise ausgeglichen. Wenn das Sehvermögen den Bedürfnissen des Patienten genügt und dieser keine Beschwerden verspürt, ist normalerweise keine Korrektur notwendig, ausser die Hyperopie tritt zusammen mit anderen Problemen auf. So kann es zum Beispiel vorkommen, dass ein Büroangestellter sich in seiner Arbeit beeinträchtigt fühlt und eine Brille tragen muss, wohingegen eine gleichstarke Hyperopie bei einem Landwirt, der auf dem Feld arbeitet, keine Beschwerden hervorruft. Entscheidend für das Tragen einer Brille ist daher in erster Linie das Befinden des Patienten und nicht unbedingt die Stärke der Hyperopie.

Kinder

Vor allem bei Kindern unter sechs Jahren, deren Augen noch nicht vollständig entwickelt sind, besteht die Gefahr, dass eine Hyperopie, die nicht ausgeglichen wird, zu einem Strabismus (Schielen) oder einer Amblyopie (Schwachsichtigkeit) führen kann. Daher empfiehlt sich bei Kindern dieses Alters eine regelmässige Kontrolle. Das Einwärtsschielen (Strabismus convergens) kann aufgrund einer nicht korrigierten starken Hyperopie entstehen. In einem solchen Fall ist es notwendig, die Hyperopie vollständig zu korrigieren, um das Abweichen so gering wie möglich zu halten.

Jugendliche

Solange keine Beschwerden vorliegen, ist es bei schwacher oder mässiger Hyperopie nicht notwendig, eine Brille zu tragen.

Erwachsene

Es ist gut möglich, dass weitsichtige Personen, die zuvor noch nie eine Brille gebraucht haben, im Alter von 20 bis 40 Jahren erste Beschwerden verspüren wie z.B. Kopfschmerzen oder Ermüdungserscheinungen der Augen. Es kann auch sein, dass sie beginnen, in die Ferne unscharf zu sehen, insbesondere wenn die Hyperopie mit einem unkorrigierten Astigmatismus einhergeht. Grund für den Beginn dieser Beschwerden ist, dass der Patient nicht mehr in der Lage ist, die Hyperopie durch Akkommodation auszugleichen, da sich die Akkommodationsfähigkeit mit dem Alter verringert. Solche Personen benötigen dann Brillen, die sie immer tragen können, obwohl sie in der Regel anfänglich nur für visuelle Aufgaben in der Nähe verwendet werden. Ab dem Alter von ungefähr 40 Jahren kann dann die so genannte Presbyopie oder Alterssichtigkeit auftreten.Es ist normal, dass die Linse im Auge mit dem Alter an Elastizität verliert und dadurch verringert sich auch die Akkomodationsfähigkeit des Auges.

Quellewww.saludalia.com

 

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