Katarakt

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Definition

Teilweise oder vollständige Trübung der Augenlinse eines oder beider Augen, was zu einer verminderten Sehschärfe oder Erblindung führen kann. Es gibt verschiedene Arten von Katarakten, die je nach ihrer Morphologie (Grösse, Form, Ort des Auftretens) oder Ätiologie (Ursache und Zeit des Auftretens) klassifiziert werden. ( Dorland, 27. Auflage)

QuelleHONselect

Als grauer Star resp. Katarakt wird eine Trübung der Augenlinse bezeichnet. Im Anfangsstadium macht er sich durch einen Schleier, der das Sehen einschränkt, und eine erhöhte Blendungsempfindlichkeit bemerkbar. Ohne Behandlung führt die Trübung zur Erblindung des betroffenen Auges.

Häufigste Form ist der Alters-Katarakt, das heisst, die Trübung bildet sich langsam als natürlicher Alterungsprozesses. Der graue Star kann aber auch angeboren sein oder sich in jedem Alter im Rahmen einer Allgemeinerkrankung, als Nebenwirkung von Medikamenten oder als Folge von Unfällen entwickeln.

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Quellewww.augenheilkunde.insel.ch

Ein Katarakt liegt vor, wenn die Durchsichtigkeit der Linse vermindert, d.h. die Linse getrübt ist. Die Augenlinse ist eine durchsichtige Linse, die hinter der Pupille liegt und die dazu dient, Gegenstände scharf zu fokussieren. Aufgrund verschiedenster Umstände, Krankheiten oder am häufigsten aufgrund des fortschreitenden Alters verliert die Linse ihre natürliche Durchsichtigkeit und wird allmählich getrübt. Folglich wird ein Katarakt je nach Stärke der Trübung als mehr oder weniger fortgeschritten eingestuft. Je stärker die Linse getrübt ist, desto grösser ist die Beeinträchtigung der Sicht.

Quellewww.tuotromedico.com

Organ

 Linse

Symptome

 Katarakt

Häufigkeit

Typisch ist eine Entwicklung, die Ende 60 anfängt und in den 70ern und 80ern zu einer nicht mehr tolerablen Seheinschränkung führt. Es kommen jedoch auch störende Ausprägungen Ende 50 und Anfang 60 vor. Unter 70 tritt ein seheinschränkender Grauer Star bei 9,2% der Männer und 12,3% der Frauen auf, während jenseits des 80. Lebensjahres die Häufigkeit bei Frauen 61,8% und bei Männern 73,5% beträgt.

Quellewww.auge-online.de

Ursachen

  • Fortgeschrittenes Alter
  • Diabetes
  • Entzündungen oder Verletzungen des Auges
  • Erbliche Veranlagung

Katarakte sind ein normaler Bestandteil des Alterungsprozesses. Mit dem Alter einer Person steigt auch die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten und die Entwicklung von Katarakten. Es gibt aber auch Fälle, in welchen Katarakte früher auftreten können. Dabei handelt es sich vor allem um Personen, die unter anderem unter bestimmten Krankheiten wie Diabetes, Entzündungen im Auge oder stark ausgeprägter Myopie leiden. Katarakte können auch nach Augenverletzungen oder erblich bedingt auftreten. Fast drei Viertel der Personen über 75 Personen leiden unter Katarakten, und die Mehrheit der betroffenen Personen erkrankt an beiden Augen. Dennoch kann ein Auge stärker betroffen sein als das andere, da sich die Katarakte mit unterschiedlicher Geschwindigkeit entwickeln.

Quellewww.tuotromedico.com

Risikofaktoren

  • Alter
  • Tabakkonsum
  • Diabetes
  • Sonnenlichtexposition
  • Alkoholkonsum
  • vorgängige Augenverletzung
  • Frühgeburt
  • Behandlung mit Kortikosteroiden

Quellejama.ama-assn.org

Komplikationen

Die Eintrübung der Linse kann sich in verschiedenen Formen ausprägen. Bei der altersbedingten Katarakt liegt am häufigsten eine Rindenkatarakt vor, also eine Eintrübung der vorderen oder hinteren Linsenrinde (Cataracta corticalis). Oft ist auch der Kern der Linse eingetrübt (Cataracta nuclearis). Nicht selten entsteht auch eine hintere Schalentrübung (Cataracta subcapsularis posterior), bei der die hintere Linsenrinde zunächst direkt vor der Hinterkapsel zentral eintrübt und sich somit schon bei relativ geringer Trübung eine Sehverschlechterung zeigt. Durch den Augenarzt lässt sich die Katarakt noch genauer beschreiben, was aber in der Praxis kaum eine Bedeutung hat.

Ist eine Katarakt weit fortgeschritten, so kommt es zu einer so starken Eintrübung, dass nur noch eine Wahrnehmung von Licht und Schatten möglich ist (Reife oder mature Katarakt, Cataracta matura). Dies setzt meist ein jahrzehntelanges Geschehen voraus. Die Linse kann anschwellen, so dass durch Abdrängung der Regenbogenhaut eine akute Augendruckerhöhung (Glaukomanfall) ausgelöst werden kann. In einem noch späteren Stadium kann sich die Linsenrinde verflüssigen, und der harte Linsenkern sinkt nach unten (Cataracta hypermatura). Dies birgt erneut die Gefahr für eine Augendruckerhöhung (Glaukom), da Substanzen aus der Linse den Abfluss des Kammerwassers im Auge verlegen können.

Quellewww.portal-der-augenmedizin.de

Prävention

Die beste Prävention besteht in der Kontrolle der Krankheiten, die zu einer Erhöhung des Risikos für die Bildung eines Katarakts führen können, und darin, bekannte Faktoren, die das Auftreten von Katarakten fördern können, zu vermeiden.

Die Verwendung von Sonnenbrillen während des Tages unter freiem Himmel verringert die Menge an ultraviolettem Licht, welchem die Augen ausgesetzt sind. Einige Sonnenbrillen filtern die schädlichen UV-Strahlen nicht aus. Daher empfiehlt es sich, sich bei einem Augenarzt beraten zu lassen, welche Brillen UV-Strahlen am besten filtern. Raucher können zudem das Risiko einer Erkrankung vermindern, wenn sie aufhören zu rauchen.

QuelleMedlinePlus

Diagnose

Liegt ein grauer Star (Katarakt) vor, können Augenärzte die Diagnose in der Regel schnell und einfach stellen. Dabei kommt im Normalfall die Spaltlampenuntersuchung zum Einsatz, eventuell nach medikamentös (mit Tropfen) eingeleiteter Pupillenerweiterung. Durch die Spaltlampe lässt sich das äußere Auge mikroskopisch betrachten. Ihre spezielle Lichtführung ermöglicht es außerdem, einen optischen Schnitt durch das Auge legen. Auf diese Weise lassen sich Lage und Ausdehnung von Veränderungen der verschiedenen Strukturen des Auges gut beurteilen.

Ist ein grauer Star reif oder überreif, kann die Pupille weiß erscheinen. Dies ist bereits mit bloßem Auge sichtbar. In einem solch fortgeschrittenen Katarakt-Stadium kann es vorkommen, dass die Linse quillt oder sich verflüssigt, wobei sogar Linsenteile in die Vorderkammer austreten können. Dies wiederum kann ein Glaukom (grüner Star) hervorrufen. Deswegen ist es ratsam, den grauen Star im Anschluss an die Diagnose schnell zu therapieren.

Quellewww.onmeda.de

Behandlung

Katarakte werden grundsätzlich durch einen chirurgischen Eingriff behandelt. Bei der Operation des grauen Stars wird der getrübte Teil der Linse entfernt und durch eine künstliche Linse (Intraokularlinse) ersetzt. Diese wird an der gleichen Stelle eingesetzt und stellt so das Sehvermögen wie vor dem Katarakt wieder her. Die Entscheidung zur Operation obliegt dem Patienten, die Schwierigkeit besteht folglich darin zu bestimmen, wann eine Operation erfolgen soll. Zunächst ist es äusserst wichtig sicherzustellen, dass der Verlust des Sehvermögens durch Katarakte bedingt ist, denn ein Sehverlust im fortgeschrittenen Alter muss nicht zwangsläufig von einem Katarakt herrühren. Deshalb bedarf es in erster Linie einer korrekten Diagnose durch einen Augenarzt. Sobald eine sichere Diagnose vorliegt, gilt es festzustellen, inwiefern der Sichtverlust durch den Katarakt die Lebensqualität der Person beeinträchtigt und sie in Alltagstätigkeiten behindert. Ist dies der Fall, ist ein chirurgischer Eingriff angebracht.

Quellewww.tuotromedico.com

Bilder

Katarakt im menschlichen Auge

Cataract in human eye

Quelle : By Rakesh Ahuja, MD (Own work) or CC BY-SA 2.5-2.0-1.0, via Wikimedia Commons

 

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