Keratokonus

 

Keratokonus

Einige der nachfolgenden Texte wurden von provisu ins Deutsche übersetzt. Für die Korrektheit und Vollständigkeit der originalsprachlichen Texte kann keine Garantie übernommen werden und die Übersetzungen haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern dienen lediglich als Informationsangebot nach bestem Wissen und Gewissen. Sie können aber auf keinen Fall die kompetente Beratung durch einen Facharzt ersetzen.

Definition

Unter Keratokonus versteht man eine nicht entzündliche, meist fortschreitende (progrediente) Erkrankung der Hornhaut, die vermutlich durch lokale Stoffwechselstörungen hervorgerufen wird und in deren Verlauf es zu einer Vorwölbung von zentralen und parazentralen Bereichen der Hornhaut kommt. Im Bereich der Vorwölbung kommt es zusätzlich zu einer Verdünnung der Hornhaut und in fortgeschritteneren Stadien der Erkrankung zur Narbenbildung. 

Durch die Erkrankung kann die Sehschärfe stark beeinträchtigt werden. Eine Korrektion der beeinträchtigten Sehschärfe ist im Anfangsstadium mit Brille, in fortgeschritteneren Stadien nur noch mit formstabilen Contactlinsen möglich. Können in stark fortgeschrittenen Stadien keine Contactlinsen mehr angepasst werden, muss für eine visuelle Rehabilitation eine Hornhauttransplantation durchgeführt werden.

Eine Stabilisierung des Hornhautgewebes durch Kollagenvernetzung zeigt erste, häufig positive Ergebnisse und scheint vor allem in frühen Stadien zur Erhaltung des Status quo sinnvoll. Es liegen Ergebnisse aus Nachbeobachtungszeiten von 7,5 Jahren vor. Zusätzlich wird eine Korrektur der Form der Hornhaut durch den Einbau cornealer Ringsegmente versucht. Eine Heilung des Keratokonus ist bis dato nicht möglich.

Copyright by Raphael Eschmann, Februar 2010

Quellewww.eschmann-contactlinsen.ch

Beim Keratokonus handelt es sich um eine degenerative Erkrankung der Augenhornhaut, bei es zu einer zunehmenden Verformung einhergehend mit einer Verdünnung der Hornhaut kommt. Die Erkrankung beginnt meist in der Pubertät bzw. im frühen Erwachsenenalter. Zu Beginn steigt die Hornhautbrechkraft an, wodurch die betroffenen Patienten typischerweise kurzsichtig werden. Später kommt eine zunehmende Hornhautverkrümmung hinzu.

Quellewww.uniklinik-freiburg.de

Organ

Cornea

Symptome

Subjektive Symptome

Aufgrund der Vorwölbung der Hornhaut kommt es zu einer zunehmenden Kurzsichtigkeit (Myopisierung), die als Sehverschlechterung wahrgenommen wird. Durch die Vorwölbung der Hornhaut entsteht zudem eine mehr oder weniger unregelmässige Hornhautvorderfläche, die einen zunehmend unregelmässigen Astigmatismus und durch die Bildverzerrung eine weitere Verschlechterung der Sehschärfe bewirkt. Die betroffenen Personen beschreiben häufig, auch mit der bestmöglichen Brillenkorrektur, Schattensehen und Doppelkonturen. In diesem Stadium kann mit einer Brille die maximal mögliche Sehleistung nicht mehr vollständig wiederhergestellt werden. 

Da der Keratokonus auf beiden Augen meist zeitlich versetzt auftritt, sind diese Verschlechterungen der Sehschärfe typischerweise auf einem Auge stärker ausgeprägt. Häufig findet sich zusätzlich eine starke Lichtempfindlichkeit.

Objektive Anzeichen

Die objektiven Anzeichen eines Keratokonus können von einer entsprechenden Fachperson (Augenarzt oder Optometrist) mit speziellen Untersuchungsgeräten festgestellt werden. So findet sich zum Beispiel eine Versteilung der zentralen Krümmungsradien der Hornhaut sowie eine Verkippung und Verkleinerung der Testmarken des Ophthalmometers, einem Gerät zur Messung der Krümmungsradien. Bei der Progredienz eines Keratokonus wird der Astigmatismus in der Regel grösser und die Achslagen der zu korrigierendenHornhautverkrümmung sind bei bester Brillenkorrektur oftmals wechselnd.

Mit dem Videokeratographen wird eine Grosszahl an Messdaten ermittelt und lässt meist eine eindeutige Analyse, ob und wie stark ein Keratokonus ausgeprägt ist, zu. Beim Blick nach unten wölbt sich bei ausgeprägten Keratokoni das Unterlid in Form des Konus, was als Munson`sches Zeichen bezeichnet wird.

Am Spaltlampenmikroskop finden sich eine überdurchschnittliche Vorwölbung der Hornhaut sowie Veränderungen der Hornhautstruktur wie z. B. Verdünnung und Narbenbildung der Hornhaut im Bereich der Ektasie, eisenhaltige Einlagerungen in der Peripherie der Ektasie in der vordersten Schicht der Hornhaut (Fleischer'scher Ring) und Spaltlinien im hinteren Bereich der Hornhaut (Vogt'sche Spaltlinien). Zusätzlich zeigt zum Teil die vorderste Schicht der Hornhaut (Epithel) unter Einfärbung mit einem diagnostischen Farbstoff (Fluoreszein) ein charakteristisches Färbemuster (wirbelförmige Stippen).

Im Rahmen der Brillenglasbestimmung ist eine Zunahme der Kurzsichtigkeit (Myopie) verbunden mit einer Zunahme der Hornhautverkrümmung und einer abnehmenden Sehschärfe mit bester Brillenkorrektion charakteristisch.

Copyright by Raphael Eschmann, Februar 2010

Quellewww.eschmann-contactlinsen.ch

Behandlung

Zur Verbesserung der Sehschärfe wird in der Regel zunächst eine Brille notwendig und im weiteren Verlauf häufig formstabile Kontaktlinsen. Um ein Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen bzw. zu verlangsamen, kann eine Vernetzungsbehandlung (sog. Crosslinking) sinnvoll sein. In fortgeschrittenen Fällen, in denen weder eine Brillen- noch eine Kontaktlinsenkorrektur möglich ist, kann durch eine Hornhauttransplantation (Keratoplastik) wieder ein gutes Sehvermögen hergestellt werden. Diese Transplantation kann entweder die ganze Hornhaut (sog. perforierende Keratoplastik=PKP) oder im Einzelfall nur einen Teil der Hornhaut (sog. tiefe anteriore lamelläre Keratoplastik=DALK) betreffen.

Quellewww.uniklinik-freiburg.de

Bilder

  Fortgeschrittener Keratokonus

Keratoconus eye

Quelle : See page for author [CC BY-SA 2.5 or CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons

 

 

Suchen Pro Visu