Makuladegeneration

 

Makuladegeneration

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Definition

Eine Makuladegeneration ist in den Industrieländern die Hauptursache für eine Erblindung bei Personen über 65 Jahren. Mit fortschreitendem Alter kommt es bei der Makula zu pathologischen Veränderungen, die die Sehschärfe beeinträchtigen. Es kommt zu einer progressiven Abnahme der Sehschärfe und zu Metamorphopsie (verzerrtem Sehen). Zurzeit kann eine Makuladegeneration nicht geheilt werden, doch der Krankheitsverlauf kann bei entsprechender Behandlung verzögert werden.

QuelleHONselect

Die altersbedingte Makuladegeneration ist eine meist erst nach dem 60. Lebensjahr auftretende Sehstörung, bei der zunehmend das zentrale also scharfe Sehen beeinträchtig ist. Es handelt sich dabei um eine progrediente, degenerative Erkrankung der Makula. Die altersbedingte Makuladegeneration tritt in zwei verschiedenen Formen auf: Die trockene Makuladegeneration ist (mit etwa 85 Prozent der Fälle) die häufigere und langsam fortschreitende AMD-Form. Die feuchte Makuladegeneration ist seltener, schreitet aber schneller fort.

Der wichtigste Risikofaktor ist das Alter. Obwohl die altersbedingte Makuladegeneration auch bei Personen mittlerer Altersstufen auftreten kann, weisen Studien darauf hin, dass Personen über 60 Jahren das grösste Risiko für eine Erkrankung aufweisen. So besagt zum Beispiel eine Studie, dass das Erkrankungsrisiko für Personen mittleren Alters bei ungefähr 2 Prozent liegt, wohingegen bei Personen über 75 Jahren das Risiko auf fast 30 Prozent steigt.

Als weitere Risikofaktoren für eine altersbedingte Makuladegeneration gelten:

  • Das Geschlecht: Frauen sind häufiger von einer AMD betroffen als Männer.
  • Die Rasse: Weisse Menschen sind häufiger von einer AMD betroffen als dunkelhäutige.
  • Rauchen: Kann das Risiko erhöhen.
  • Vorkommen in der Familie: Personen mit Familienmitgliedern, die unter einer altersbedingten Makuladegeneration leiden, weisen ein höheres Risiko auf, selbst daran zu erkranken.

 

Quellewww.onmeda.de

Organ

Retina

Symptome

Die Symptome der trockenen Makuladegeneration entwickeln sich schrittweise. Es können folgende Veränderungen des Sehvermögens festgestellt werden:

  • zunehmendes Bedürfnis nach hellem Licht beim Lesen oder bei feinen Arbeiten;
  • zunehmende Schwierigkeiten, sich an dunkle Lichtverhältnisse anzupassen, wie zum Beispiel in einem nur spärlich beleuchteten Restaurant;
  • verschwommene Wahrnehmung von gedruckten Wörtern/Buchstaben;
  • schwächere Wahrnehmung der Intensität oder der Helligkeit von Farben;
  • Schwierigkeiten, Gesichter zu erkennen;
  • verschwommene oder schwarze Flecken in der Mitte des Gesichtsfelds;
  • Trugwahrnehmung von geometrischen Formen oder Personen, in Fällen fortgeschrittener Makuladegeneration.

Die trockene Makuladegeneration kann eines oder beide Augen betreffen. Wenn nur ein Auge befallen ist, kann es sein, dass Sie keine Änderung in der Wahrnehmung feststellen, weil das gesunde Auge die Defizite des schwachen Auges kompensiert.

Die feuchte Form der Makuladegeneration weist akut Symptome auf und schreitet rasch fort. Anzeichen und Symptome für eine feuchte AMD sind:

  • verzerrte Wahrnehmungen wie gekrümmte oder gewellte Linien statt gerade, Strassenschilder oder Türeingänge, die schief aussehen oder Gegenstände, die weiter entfernt scheinen, als sie es in Wirklichkeit sind;
  • eine Abschwächung des zentralen Sehens;
  • schwächere Wahrnehmung der Intensität oder der Helligkeit von Farben
  • Wahrnehmung eines klar abgrenzbaren verschwommenen oder dunklen Flecks im Gesichtsfeld;
  • plötzliches Aftreten der Symptome;
  • rasche Verschlechterung des Befindens;
  • Trugwahrnehmung von geometrischen Formen, Tieren oder Personen, in Fällen fortgeschrittener Makuladegeneration.

Quellewww.mayoclinic.com

MakulaDegeneration

Häufigkeit

Das Risiko für eine Erkrankung liegt bei über 85-Jährigen zwischen 11 und 18 %. Frauen und Männer sind gleich häufig betroffen. Schwarze Personen sind deutlich seltener betroffen. Gerhard Lang: Augenheilkunde, 4. Auflage, Thieme Verlag, 2008.

Quellewww.onmeda.de

Ursachen

Die altersbezogene Makuladegeneration entsteht dadurch, dass sich Stoffwechselprodukte im zentralen Bereich der Netzhaut (Makula) ablagern. Der Sehvorgang in den Zellen der Netzhaut ist nämlich ein chemischer Vorgang, bei dem Abfallprodukte entstehen. Diese werden vom Pigmentepithel, einer Gewebeschicht im unteren Bereich der Netzhaut, umgewandelt oder abgebaut. Bei der AMD ist das Pigmentepithel dazu nicht mehr ausreichend in der Lage. Es kommt zur Bildung so genannter Drusen, die als gelbliche Ablagerungen vom Augenarzt gesehen werden können. Das Pigmentepithel und auch andere Netzhautzellen gehen zugrunde. Sind nur diese Veränderungen vorhanden, so handelt es sich um die trockene Form der Makuladegeneration.

Im Verlauf der Erkrankung kann es zum Eindringen von Flüssigkeit unter die Netzhaut und zum Einwachsen von unnatürlichen Blutgefäßen aus der Aderhaut (Chorioidea) kommen. Dies wird dann als feuchte Makuladegeneration bezeichnet. Die neu gebildeten Gefäße sind brüchig, daher kann es zu Blutungen kommen.

Im Endstadium dieser Prozesse kann sich dann eine Narbe in der Makula bilden. Diese entsteht durch das scheibenförmige Wachstum von Bindegewebe.

Quellewww.portal-der-augenmedizin.de

Die trockene Makuladegeneration ist die häufigste Form von AMD. Bei der trockenen, langsam fortschreitenden Makuladegeneration kommt es zu einem Schwund der lichtempfindlichen Zellen der Makula. In 85-90 Prozent der Fälle wird die trockene Form diagnostiziert. Unter der Netzhaut, zwischen dem retinalen Pigmentepithel und der Bruch-Membran, die die Retina stützt, bilden sich kleine gelbliche Ablagerungen, auch Drusen genannt. Solche Drusen sind bei Personen fortgeschrittenen Alters häufig feststellbar, doch wenn diese Ablagerungen grösser und zahlreicher werden, ist dies ein erstes Anzeichen für eine Makuladegeneration. Mit der Zeit führt die Zunahme der Drusen zu einer Schädigung der Makula und zum Absterben des retinalen Pigmentepithels und der Photorezeptorzellen. Die Folge davon ist verschwommenes oder unscharfes Sehen oder die Störung der Wahrnehmung durch einen Fleck im zentralen Gesichtsfeld. Bei der trockenen AMD können drei Stadien unterschieden werden:

  • Frühstadium: Bei den Patienten können mehrere kleine oder wenige mittelgrosse Drusen festgestellt werden. In diesem Stadium sind kein Sichtverlust oder Symptome zu bemerken.
  • Mittleres Stadium: Die Patienten weisen viele mittelgrosse und auch eine oder mehrere grosse Drusen auf. Teilweise benötigen die Patienten helles Licht, um lesen zu können. Das zentrale Gesichtsfeld kann durch einen verschwommenen Fleck überlagert werden.
  • Fortgeschrittenes Stadium: Die Patienten weisen eine grosse Anzahl an Drusen auf sowie Risse und Abhebungen des retinalen Pigmentepithels (RPE) und der Photorezeptorzellen (lichtempfindliche Zellen) vom Stützgewebe der Retina. Ein grosser verschwommener Fleck bildet sich im zentralen Gesichtsfeld. Dieser kann grösser und dunkler werden und auf längere Frist zu einem totalen Verlust des zentralen Sehens führen.

Bei der feuchten Makuladegeneration bilden sich hinter der Makula abnormale Blutgefässe und es kommt zu einer Schädigung oder zum Absterben des retinalen Pigmentepithels (RPE) und der Photorezeptorzellen. Es entstehen Lücken in der Bruch-Membran, in der Regel in der Nähe der Drusen (Ablagerungen), und es bilden sich neue Blutgefässe. Dieser Vorgang nennt sich Neovaskularisation. Die neu gebildeten Blutgefässe sind sehr zerbrechlich und aus ihnen können Blut und Flüssigkeit austreten, was zu einer Vernarbung der Makula führt und innert kurzer Zeit schwere Schäden mit sich bringen kann. Das zentrale Sehen geradeaus kann gestört werden oder zeitweise, manchmal für Tage oder Wochen, vollständig verloren gehen. Die feuchte Makuladegeneration liegt nur in ungefähr 10 Prozent der Fälle vor, doch in 90 Prozent dieser Fälle führt sie zur Erblindung. Alle Fälle der feuchten AMD gelten als fortgeschritten.

Quellewww.ahaf.org

Die genauen Ursachen für den fortschreitenden Verlust der zentralen Sehschärfe sind noch nicht bekannt. Vermutlich schädigen Stoffwechselprodukte im Laufe des Lebens die unter der Makula, also der Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut, liegende Pigmentschicht. Ob eine altersbedingte Makuladegeneration entsteht, hängt neben der erblich bedingten Veranlagung auch von individuellen Faktoren ab. So erhöht beispielsweise Rauchen das AMD-Risiko. Als weitere mögliche Ursachen für die altersabhängige Makuladegeneration gelten Arteriosklerose, Bluthochdruck, die Einwirkung von UV-Licht und eine geringe Konzentration von Betakarotinoiden im Blut: Die Makula (auch gelber Fleck genannt) erhält ihre Farbe durch die Farbstoffe Lutein und Zeaxanthin und ist so vor zu starker Lichteinwirkung geschützt.

Quellewww.onmeda.de

Komplikationen

Sowohl die feuchte Form als auch das fortgeschrittene Stadium der trockenen Form gelten als fortgeschrittene Makuladegeneration. Der Sehverlust kann bei beiden Formen auftreten. Bei der Mehrzahl der Fälle tritt aber nur bei einer fortgeschrittenen Makuladegeneration ein Sehverlust ein. Personen, die nur auf einem Auge von der trockenen Form im fortgeschrittenen Stadium betroffen sind, weisen ein grösseres Risiko auf, auch im anderen Auge im fortgeschrittenen Stadium zu erkranken. Alle Personen, die unter der feuchten Form der Krankheit leiden, hatten zuerst eine trockene Makuladegeneration. Die trockene Form kann sich auch bereits im Anfangsstadium unerwartet in die feuchte Form der Erkrankung umwandeln. Es besteht keine Möglichkeit zur Prognose, ob sich die Krankheit in die feuchte Form umwandeln und zu welchem Zeitpunkt dies geschehen wird.

Quelleoftall.mejorforo.net

Prävention

Rauchen und Bluthochdruck sind offenkundige Risikofaktoren bei der altersbedingten Makuladegeneration. Als Raucher ist das Aufhören bereits ein erster Schritt in Richtung Prohpylaxe. Der Blutdruck sollte regelmässig kontrolliert und nach Empfehlungen des Hausarztes und Internisten mit Medikamenten eingestellt werden. Auch wenn die Rolle des Sonnenlichts und der UV-Strahlung noch nicht ganz geklärt ist, bestehen doch Hinweise darauf, dass man bei besonders hellem Licht, etwa in den Bergen und am Meer, zum Schutz eine Sonnenbrille tragen sollte. In dem Bestreben, der Netzhaut Substanzen zuzuführen, die in den Stoffwechsel, inbesondere die sogenannten oxidativen Prozesse eingreifen, wird die Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln erprobt. Schon einer ausgewogenen Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse misst man eine schützende Funktion bei. So enthalten beispielsweise grünblättrige Gemüse wie Broccoli oder Mais den Wirkstoff Lutein, der als gelbes Pigment in der Makula vorkommt und sie gegen oxidative Schäden schützt.

Quellewww.onmeda.de

Diagnose

Bei Verdacht auf eine altersbedingte Makuladegeneration (altersabhängige Makuladegeneration, AMD) kann der Augenarzt die Diagnose durch eine Untersuchung des Augenhintergrunds stellen. Erste Hinweise auf eine Makuladegeneration kann auch ein einfacher Test mit dem sogenannten Amsler-Gitter liefern: Dies ist ein quadratisches Liniengitter mit einem zentralen Fixationspunkt. Wenn die Linien bei Fixierung dieses Punkts verzerrt oder wellig erscheinen, deutet dies möglicherweise auf eine Makuladegeneration hin. Um die altersbedingte Makuladegeneration genauer zu beurteilen und die spätere geeignete Therapie auswählen zu können, ist die sogenannte Farbstoff-Gefässdarstellung (Fluoreszenzangiographie) der Netzhaut zur weiteren Diagnose hilfreich: Dabei spritzt der Arzt eine Farbstofflösung in die Armvene und verfolgt die Verteilung des Farbstoffs mit einer Augenhintergrundkamera. Mit dieser Methode lassen sich Veränderungen frühzeitig erkennen und die einzelnen Formen unterscheiden, in denen die altersabhängige Makuladegeneration auftreten kann (trocken oder feucht).

Quellewww.onmeda.de

Behandlung

Bestimmte Fälle der feuchten Form der altersbedingten Makuladegeneration können mit laserchirurgischen Eingriffen behandelt werden. Dazu werden die neugebildeten Gefässe mit einem Laserstrahl verödet. Die Laserbehandlung dauert nur kurz und wird in einer Arztpraxis oder Augenklinik durchgeführt. Die Patientin oder der Patient kann am selben Tag nach Hause, es müssen aber Nachfolgeuntersuchungen durchgeführt werden.

Quelle : www.nei.nih.gov

Bilder

Vision mit Makula-Degeneration

A scene as it might be viewed by a person with age-related macular degeneration EDS05

Quelle : See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons

 

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