Onchozerkose, okuläre

 

Onchozerkose, okuläre

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Definition

Flussblindheit, in der Fachsprache Onchozerkose genannt, ist weltweit die zweithäufigste, infektionsbedingte Erblindungsursache. Flussblindheit ist eine parasitäre Erkrankung, die durch einen parasitären Wurm (Onchocerca volvulus) ausgelöst wird, der bis zu 14 Jahren im menschlichen Körper überleben kann. Die Larven dieses parasitären Wurmes gelangen durch den Stich einer infizierten Kriebelmücke (Simulium) in den menschlichen Körper und können auf diese Weise auch von einer kranken Person auf eine gesunde Person übertragen werden. Kriebelmücken leben und brüten in der Nähe von schnell fliessenden Flüssen, da letztere sehr sauerstoffreiches Wasser besitzen. 

Nach dem Stich einer Kriebelmücke entwickeln sich die Larven im menschlichen Körper innerhalb eines Jahres zu ausgewachsenen Würmern. Wurmweibchen können tausende von Mikrofilarien (mikroskopisch kleinen Larven) produzieren, die sich im Körper ausbreiten. Wenn die Mikrofilarien in die Augen gelangen kann es zu einer schweren Sehbehinderung oder auch zur Erblindung kommen.

Quelle : www.uniteforsight.org

Onchozerkose ist eine Erkrankung, die durch das Eindringen fadenförmiger Würmer in den menschlichen Organismus verursacht wird. Die Würmer werden Filarien genannt und gehören der Gattung Onchocerca volvulus an. Die Krankheit ist deshalb so ernst, da sie oft zur Erblindung führt. Es sind überwiegend Bevölkerungsgruppen betroffen, die in Flussnähe leben, daher der Name Flussblindheit. Onchozerkose ist insbesondere in Afrika verbreitet, kommt aber auch in Zentralamerika und zu einem kleinen Teil auch im Jemen vor, da Sklaven die Krankheit im fünfzehnten Jahrhundert in diese Gebiete eingeführt hatten. Die Rolle, die Onchozerkose im Zusammenhang mit Augenerkrankungen spielt, wurde erst im Jahr 1919 erkannt. Das gesamte Augengewebe kann betroffen sein: Die Hornhaut, die Iris, der Ziliarkörper, die Membran der Retina sowie der Sehnerv.

Vor dem Eingang des WHO Hauptquartiers in Genf wurde eine Statue errichtet, die an die Flusskrankheit erinnern soll. Auf dem Sockel der Statue findet sich folgende Inschrift: 

Diese berührende Abbildung von einem Kind, das einen Erwachsenen führt, der sein Sehvermögen wegen der Flussblindheit verloren hat, erinnert an eine Krankheit, die arme Gemeinschaften befällt. Die Statue zeigt ein insbesondere in Afrika bekanntes Szenario. Verschiedene Programme zur Bekämpfung der Flusskrankheit in West Afrika, Afrika und dem amerikanischen Doppelkontinent haben sich in einer aussergewöhnlichen Partnerschaft zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen die Onchozerkose vorzugehen.

Quellewww.asnom.org

Filiäre Augeninfektion, die durch den Stich einer mit Onchocerca volvulus infizierten Kriebelmücke von Person zu Person übertragen werden kann. Die Mikrofilarien von Onchocerca werden unter der Haut abgelagert. Sie können in viele verschiedene Gewebe wandern, darunter auch ins Augengewebe. Infizierte Personen leiden an einer Sehbeeinträchtigung und bis zu 20% erblinden. In Zentralamerika und Teilen Afrikas beläuft sich die Zahl der Augenläsionen auf bis zu 30%.

QuelleHONselect

Symptome

Onchozerkose ist eine der Hauptursachen für Blindheit. Zudem leiden erkrankte Menschen an einem starken, anhaltenden Juckreiz, der auf Hautknoten zurückzuführen ist, die entstehen, wenn sich die Würmer im Unterhautgewebe einnisten.

Quelle : www.uniteforsight.org

Die auffälligste klinischen Manifestationen sind Hautknoten, die manchmal so gross werden wie eine Mandarine. Die Hautknoten verursachen keine Schmerzen, sind hart und können leicht über darunter liegende Knochen Hüften und Rippen gerollt werden.

Quellewww.asnom.org

Häufigkeit

Onchozerkose verursacht chronisches Leiden und starke Behinderungen bei weltweit 18 Millionen Menschen, wovon 300 000 blind sind. Die Krankheit kommt hauptsächlich in West- und Zentralafrika vor, kann aber in geringerem Masse auch im Nahen Osten und auf dem amerikanischen Doppelkontinent angetroffen werden.

Quellewww.uniteforsight.org

Onchozerkose ist in vielen afrikanischen Ländern die Hauptursache einer Erblindung. Als weitverbreitetes Gesundheitsproblem tritt Onchozerkose überwiegend in West- und Zentralafrika auf, doch die Flussblindheit kommt auch im Jemen und in sechs lateinamerikanischen Ländern vor. In der Vergangenheit hat Onchozerkose zu einer Einbusse der ökonomischen Produktivität in infizierten Gebieten geführt, da dort grosse Teile kultivierbaren Landes verlassen worden sind. Man schätzt, dass etwa eine halbe Million Menschen an der Flussblindheit erblindet sind.

Quellewww.who.int

Prävention

Die medizinische Prävention richtet sich darauf aus, gesunde Menschen zu schützen und den Überträger, das Simulium, zu reduzieren.

Quelle : www.asnom.org

Im Zuge der Bekämpfung der Flussblindheit wurde die Kriebelmücke mit Insektiziden reduziert, wodurch grosse Fortschritte im Kampf gegen Onchozerkose erzielt werden konnte. Die Flussblindheit kann heutzutage auch mit einer jährlichen Dosis Ivermectin behandelt werden, welches auch Abhilfe gegen das starke Jucken verschafft, das durch die Flussblindheit verursacht wird.

Quellewww.who.int

Behandlung

In den frühen 1980er Jahren konnte ein riesiger Fortschritt erzielt werden, als Ivermectin (bewilligt im Jahr 1987) unter dem Namen Mectizan auf den Markt kam. Es wird von den Patienten gut vertragen. Bei der Behandlung mit Ivermectin werden die Mikrofilarien abgetötet und ausgewachsene Würmer daran gehindert, Eier zu legen. Die Behandlung der Flussblindheit mit Ivermectin seit den 1980er Jahren zusammen mit dem Vorgehen gegen die Krankheitsüberträger (Vektoren) gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Epidemie in West- und Zentralafrika mit internationaler Unterstützung eines Tages ganz besiegt werden könnte.

Quellewww.asnom.org

 

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